Wie wichtig ein Internetzugang ist, merkt man meist erst, wenn er fehlt.

Wer die Preise unterschiedlicher Internetanbieter vergleicht, bekommt meistens eine DSL-Leitung angeboten. Dabei handelt es sich um den üblichen Breitbandanschluss, der je nach Länge und Qualität der Leitung zwischen 1000 und 16.000 kBit/s schnell ist. Technisch unterscheiden sich die Internetanbieter kaum, weil dasselbe Leitungsnetz verwendet wird. Für viele Kunden kann es allerdings sinnvoll sein, sich nach einem alternativen Internetanschluss umzusehen.

VDSL nur über wenige Internetanbieter verfügbar

Denn mittlerweile stehen eine Reihe weiterer Möglichkeiten zur Verfügung, um einen Internetanschluss zu bekommen. In einigen Ballungszentren wurden bereits Glasfaserleitungen verlegt, was einen Empfang von VDSL mit Downloadgeschwindigkeiten bis zu 50 MBit/s ermöglicht – deutlich mehr als der klassische ADSL-Anschluss mit maximal 16 MBit/s. Neben der momentan noch schlechteren Verfügbarkeit hat die Technologie auch ihren Preis: Besonders Tarife, die die technisch maximal mögliche Geschwindigkeit nutzen, sind deutlich teurer als die klassische Standardleitung.

Neuer Funkstandard LTE: Schneller Netzausbau

In vielen ländlichen Gebieten steht allerdings überhaupt keine schnelle Internetleitung über per Kabel zur Verfügung. Abhilfe könnte der neue Mobilfunkstandard LTE schaffen. Mit dem 4G-Netz sind ebenfalls Geschwindigkeiten bis zu 50 MBit/s möglich, wenn die Entfernung zum nächsten Funkmasten nicht zu groß ist. Der Vorteil: LTE wird besonders in Gebieten ausgebaut, in denen noch keine schnelle Internetverbindung verfügbar ist. Weil beim LTE ein Teil der alten Infrastruktur des Kabelfernsehens weiterverwendet werden kann, ist der Ausbau des Netzes relativ preiswert – und geht entsprechend schnell voran. Ein Nachteil bleibt allerdings: Um die Funkverbindungen nicht zu sehr zu belasten, sind sämtliche Tarife mit einem maximalen Downloadvolumen begrenzt. Ist dieses Volumen überschritten, wird die Geschwindigkeit gedrosselt. Deutlich langsamer ist das 3G-Netz UMTS. Hier sind in der Regel nur Verbindungen bis zu 7,2 MBit/s möglich – bei idealer Netzabdeckung. Weil die aber nur selten gegeben ist, sind längere Wartezeiten beim Seitenaufbau eher die Regel als die Ausnahme.

Internetanschluss über Kabel besonders schnell

Wer sein Fernsehprogramm über Kabel empfängt, könnte auch über einen Komplettanschluss bei seinem Anbieter nachdenken. Denn das Leitungsnetz des normalen Kabelfernsehens kann auch für einen schnellen Internetanschluss verwendet werden – sogar bis 100 MBit/s sind möglich. Allerdings bauen die meisten Internetanbieter über Kabel ihr Netz nur in den Gebieten aus, in denen es wirtschaftlich sinnvoll ist. Das sind meist Ballungszentrenen, in denen viele Kunden warten.